Zur Verwaltung kennt die GDILine "zwei" Seriennummern: Die "Seriennummer" und die "Herstellerseriennummer". Die GDILine vergibt als Seriennummer jeweils eine fortlaufende ("natürliche") Zahl. Die erste Seriennummern-Zahl, die Schrittweite und die letzte zu vergebende Seriennummer lassen sich in der Nummernkreis-Defintion (siehe unten) festlegen.
Zum besseren Verständnis der Seriennummernverwaltung sollten Sie über die unterschiedliche Verwendung von "Seriennummer" und "Herstellerseriennummer" im Programm Bescheid wissen. Dabei ist folgende Vorgehensweise sinnvoll:
Überlassen Sie die Verwaltung des Feldes "Seriennummer" dem Programm in Form einer automatischen Nummernvergabe auf rein numerischer Basis. Die Startnummer und die Schrittweite können Sie dabei unter Firma | Nummernkreise festlegen (s.u.). Gleich an welcher Stelle im System eine neue Seriennummer zu vergeben ist, es wird selbsttätig die neue Nummer vergeben, ohne dass Sie sich um eventuelle Doppeltvergaben Sorgen zu machen brauchen. Somit dient dieses Feld "Seriennnummer" der programminternen Administration und hat keine Außenwirkung. Deshalb wird sie in vielen Tabellen gar nicht angezeigt, sondern lediglich die Herstellerseriennummer.
Die eigentliche Seriennummer vergeben Sie im Feld "Herstellerseriennummer". Es handelt sich dabei um ein 20-stelliges alphanumerisches Feld. Hier sollten Sie die "richtige" Seriennummer mit Außenwirkung eingeben. Ob es sich dabei um eine Nummer vom Artikelhersteller oder um eine von Ihnen selbst vergebene handelt, spielt keine Rolle.
Wenn Sie (z.B. als Hersteller) eigene Seriennummern vergeben, haben Sie über einen Assistenten zusätzlich die Möglichkeit, die Ausgabe von Herstellerseriennummern in Abhängigkeit von den vom Programm selbsttätig vergebenen Seriennummern zu automatisieren (s.u.).
Weiterhin kann im Feld "Herstellerseriennummer" auch ohne Probleme nachträglich geändert werden, was bei dem Primärindexfeld "Seriennummer" nicht möglich ist. Zudem bereitet eine eventuelle doppelte Herstellerseriennummer (von verschiedenen Herstellern oder bei verschiedenen Artikeln) keine Schwierigkeiten.
Hinweis:
Möchte man keine eigenen Seriennummern verwenden, sollte man dafür Sorge tragen, dass die Herstellerseriennummer immer gleich der Seriennummer ist. Bei der Neuanlage von Seriennummern über den Assistenten in der Belegbearbeitung steht eine entsprechende Option zur Verfügung.
Bei der GDILine erfolgt die Vergabe von Seriennummern im Regelfall aus der Belegbearbeitung heraus. Der Bediener wird dabei durch einen Seriennummernassistenten unterstützt. Durch eine neu eingeführte Datenbanktabelle (Tabelle "Serpos") wird eine Verbindung zwischen einer Belegposition / Lagerbewegung und der Seriennummerntabelle in der Weise hergestellt, dass bei einer eingegebenen Artikelmenge "n" im Beleg genau "n" Seriennummern zugeordnet werden.
Um die Seriennummernverwaltung nutzen zu können, muss man folgendermaßen vorgehen:
Unter Firma | Nummerkreise > Nummernkreise einen Nummernkreis für Seriennummern festlegen
Unter Firma | Nummerkreise > Systemdaten die Serienpositionsverwaltung aktivieren
Artikel, für die Seriennummern angelegt werden sollen, in den Artikelstammdaten als "Seriennummernartikel" kennzeichnen.
Siehe auch:
Seriennummern im Artikelstamm

Um die Seriennummernverwaltung in der GDILine zu initialisieren und zu aktivieren, müssen in den "Nummernkreisen" unter "Stammdaten"- "Serien" auf der Unterkarteikarte "Grunddaten" ihre Eigenschaften festgehalten werden. Dabei können Sie in den Feldern "Von Nummer" und "Bis Nummer" den Bereich festlegen, innerhalb dessen das Programm automatisch Seriennummern vergeben soll / kann. Mit der "Schrittweite" legen Sie den Abstand zwischen den einzelnen Nummern fest.
In unserem obigen Beispiel wurde der
Nummernbereich auf 1 bis 999.999 bei einer Schrittweite von 1 zwischen
den einzelnen zu vergebenden Nummern festgelegt.
Unter Firma | Nummerkreise > Systemdaten öffnen Sie den Knoten "Seriennummern". Um eine sinnvolle Umgebung zur Seriennummernverwaltung und -erfassung herzustellen, sollten Sie folgende Zusammenhänge kennen:
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Systemdateneinstellung |
Auswirkung |
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Serienpositionen |
Verwaltung von Serienpositionen aktivieren. (Aktivierung der Seriennummernverwaltung) |
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Serienpositionen aufrufen |
Serienpositionsverwaltung (Seriennummernassistent) bei Belegerfassung automatisch aufrufen, ansonsten nur manuell über rechte Maustaste |
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Serienpositionen Statusanzeige |
Belegpositionen mit verknüpften Serienpositionen werden farblich hervorgehoben (rot = noch keine Seriennummer zugewiesen, grün = ausreichend Seriennummern zugewiesen, blau = teilweise Serienummern zugewiesen) |
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Hersteller-Seriennummer |
Vorbelegung der Option "Definition der Seriennummernvergabe" im Assistenten für die Anlage von Seriennummern |
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Belegarten |
Seriennummern für diese Belegart(en) aktivieren |
Im Artikelstamm gibt es die Auswahlbox "Seriennummer". Hier sind drei Einstellungen möglich:
keine Seriennummer: Bei dem Artikel handelt es sich nicht um einen seriennummernpflichtigen Artikel
1 Seriennummer: Der Artikel ist seriennummernpflichtig. Durch diese Einstellung wird die Seriennummernverwaltung für diesen konkreten Artikel aktiviert
2 Sonstige Information: Der Artikel selbst ist nicht seriennummernpflichtig. Bei der Belegbearbeitung kann er aber einer Seriennummer zugeordnet werden, so dass man z.B. eine Dienstleistung dieser Seriennummer zuordnen kann. Im Seriennummernstamm ist diese Dienstleistungsposition zu erkennen. Man erhält eine Übersicht "was" mit der Seriennummer sonst noch "gelaufen" ist