
In jedem Tageszeitmodell lassen sich bis zu vier Pausen definieren. Hierbei kann jeweils der Zeitraum (Ab, bis), die Dauer und die Art der Pause festgelegt werden. Es wird zwischen drei Pausenarten unterschieden:
Feste Pausen: Der Mitarbeiter muss genau zu dieser Uhrzeit Pause machen. Ist der Mitarbeiter zu dieser Uhrzeit anwesend, wird die entsprechende Zeit von der/den Buchungen abgezogen
Variable Pausen: Hier wird ein Rahmen festgelegt, innerhalb dessen der Mitarbeiter eine Pause mit der vorgegebenen Dauer machen muss.
Wird eine kürzere Pause gemacht, als im Feld "Dauer" festgelegt, so wird der Rest der Pause am Ende des Pausenrahmens von den Buchungen abgezogen.
Zeitabhängige Pausen: Bei dieser Pausenart wird festgelegt, nach wie vielen Arbeitsstunden der Mitarbeiter wie viel Pause mindestens gemacht haben muss.
Hat der Mitarbeiter weniger Pause gemacht als festgelegt, so wird diese Zeit nicht an den Buchungen sondern, an der Zeit im Zeitkonto "Istgesamt" des jeweiligen Tages abgezogen.
Bitte beachen Sie: In der verwendeten Zeitart muss das
Feld "Bei zeitbedingen Pausen berücksichtigen" aktiviert sein.
So kann gesteuert werden, für welche Zeitarten
diese Funktion zu verwenden ist.
Prüfpausen: Ist eine Prüfpause eingestellt, sind Pausen zu buchen. So kann festgestellt werden, ob die Pausen in den vorgegebenen Zeiten eingehalten wurden.
Sie werden wie zeitabhängige Pausen berechnet und parametriert, jedoch nicht automatisch abgezogen. Wurde die angegebene Mindest-Pausenzeit nicht erfüllt,
wird eine Fehlermeldung im Fehlerprotokoll gespeichert (Fehlercode 7).
Feste Pausen werden zu genau dem festgelegten Zeitpunkt von der/den betroffenen Buchungen abgezogen. War der Mitarbeiter zu der angegebenen Zeit nicht anwesend wird nichts abgezogen. War der Mitarbeiter ganz oder teilweise zu der festgelegten Zeit anwesend, so wird die entsprechende Zeit von der/den Buchungen abgezogen.
Beispiel:

Pause 1: zwischen 09:00 und 09:15 wird immer eine Pause von 15 Minuten abgezogen
Pause 2: zwischen 12:30 und 13:00 wird immer eine Pause von 30 Minuten abgezogen
• Hat der Mitarbeiter z.B. nur von 12:00 Uhr bis 17:00 Uhr gearbeitet, so wird die Pause von 9:00 bis 9:15 nicht abgezogen.
Variable Pausen werden verwendet, wenn ein Zeitrahmen vorgegeben wird, innerhalb dessen der Mitarbeiter eine bestimmte Pausenzeit einhalten muss. Ist der Mitarbeiter weniger als die angegebene Dauer abwesend, so wird die entsprechende Zeit an der/den letzten Buchungen innerhalb des vorgegebenen Zeitrahmens abgezogen.
Beispiel:

In diesem Beispiel muss der Mitarbeiter zwischen 12:00 Uhr und 14:00 Uhr eine Pause von einer Stunde machen. War der Mitarbeiter z.B. von 8:00 Uhr bis 13:10 Uhr und von 13:45 Uhr bis 17:00 Uhr anwesend, so hat er nur 35 Minuten statt eine Stunde Pause gemacht. Daher werden an der Buchung von 8:00 Uhr bis 13:10 Uhr 10 Minuten und an der Buchung von 13:45 Uhr bis 17:00 15 Minuten abgezogen
• Das Programm prüft, ob die eingestellte Mindestpausendauer (im Feld "Dauer") eingehalten wurde und wird ggf. die Pausendauer auf den vorgegebenen Wert korrigieren.
• Das Programm überprüft, ob die eingetragene Mindestpausendauer eingehalten wurde und wird die Buchungspausen eines Mitarbeiters automatisch auf den entsprechenden Wert korrigieren.
• Sind die genommenen Pausen kleiner als die festgelegte Dauer, wird die "Kommt"-Buchung nach der Pause automatisch korrigiert.
Dieser Pausentyp ermöglicht das automatische Abziehen einer Pause, wenn der Mitarbeiter eine bestimmte Dauer gearbeitet hat. Dabei werden aber nur Buchungen berücksichtigt, die mit Uhrzeiten gebucht wurden. Wurden an dem selben Tag auch Zeitdauerbuchungen eingegeben, so werden diese nicht berücksichtigt.
Im Feld "Ab" wird die maximale Arbeitsdauer, nach der die Pause abgezogen werden soll, eingegeben. Das Feld "Bis" bleibt in diesem Fall frei. In das Feld "Dauer" wird die Pausenlänge eingetragen, die abgezogen werden soll. Sind mehrere zeitabhängige Pausen festgelegt, so wird nur die Zeile ausgewertet, deren Arbeitszeit am längsten, die aber kleiner/gleich der geleisteten Arbeitszeit ist.
Die Berechnung der Pause erfolgt anhand der ersten Kommt- und der letzten Geht-Buchung. Die Differenz der beiden Buchungen wird für die Auswahl der entsprechenden Buchung verwendet. Anschließend wird die geleistete Arbeitszeit mit der Differenz verglichen. Hat der Mitarbeiter zu wenig Pause gemacht, wird der Rest in dem Zeitkonto "Istgesamt" des jeweiligen Tages abgezogen.
War der Mitarbeiter z.B. von 7:00 Uhr bis 12:00 Uhr und von 12:30 bis 16:00 Uhr anwesend, so hätte er laut Beispiel eine Pause von einer Stunde machen müssen. Da er nur 30 Minuten Pause gemacht hat, werden weitere 30 Minuten am Zeitkonto "Istgesamt" dieses Tages abgezogen.
Im Gegensatz zu festen und
variablen Pausen wird diese Pause nicht an den Buchungen direkt sondern
im Zeitkonto "Istgesamt" des jeweiligen Tages abgezogen. Werden
im Tagesmodell Zuschläge definiert, so wird dieser Pausenabzug dabei nicht
berücksichtigt.

Zusätzlich können von den Mitarbeitern Pausenbuchungen vorgenommen werden: Diese werden bei dem Pausenabzug automatisch berücksichtigt. Wurde eine zu geringe Pause gebucht, so wird zusätzlich die Differenz abgezogen.
Im obigen Beispiel wird nach 06:00 Std. Arbeitszeit eine Pause von 00:30 abgezogen.
Zusätzlich kann noch eine weitere zeitabhängige Pause definiert werden, die sich wie die erste verhält, bezogen auf die unter Pause 2 eingetragenen Werte.
In dem obigen Beispiel würde ab 8 Stunden eine zusätzliche Stunde abgezogen werden
Hat der Mitarbeiter bereits die erforderliche Pause gebucht, so wird die zeitabhängige Pause nicht noch zusätzlich abgezogen.